Die Störung
Gestern um 16 Uhr war es wieder an der Zeit. Der Speedport W722V meldete
12.04.11 08:09:03 PPPoE-Fehler: Zeitüberschreitung. (R020)
12.04.11 08:08:50 Internetverbindung wurde getrennt. (R009)
1. Anruf bei der Telekom
Da bisher 2 Router beziehungsweise deren eingebaute Modems an unserem Anschluss kaputt gegangen sind habe ich sofort bei der Telekom ein Tauschgerät angefordert. Leider konnte von Seiten der Telekom gestern keine Messung unserer Leitung durchgeführt werden, da an unserem Anschluss kein VDSL gelistet war.
Die “Wunderheilung”
Allerdings passiert heute Morgen um 8:55 etwas wunderliches:
12.04.11 08:55:58 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: [...] (R010)
12.04.11 08:55:47 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 51376/10048 kbit/s). (R007)
12.04.11 08:55:31 DSL-Synchronisierung beginnt (Training). (R008)
12.04.11 08:53:45 DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung). (R006)
12.04.11 08:53:42 Internetverbindung wurde getrennt. (R009)
Auf Deutsch: Der Router hatte sich wieder eingewählt. Dies weckte dann mein Interesse, hatte ich doch mit einem Hardware Defekt in unserem Router gerechnet und sich dieser normalerweise nicht durch Abwarten lösen lässt.
2. Anruf bei der Telekom
Ein erneuter Anruf bei der Telekom brachte neue Erkenntnisse: Die Störung war auch bei der Telekom verzeichnet: Im besagten Zeitraum war die Leitung tatsächlich gestört.
Zusätzlich gab es noch eine Ankündigung eines Rückrufs der Technikabteilung – die hoffentlich mehr Einblicke in die Leitung hat. Es war sogar von einem potentiellen Tausch der Baugruppe im Verteiler die Rede. Vielleicht bringt das ja Besserung?
Bisherige Störungs-Geschichte
Alle Artikel zur Telekom
Leider hat sich meine Vorhersage aus dem letzten Störungs-Post nicht bewahrheitet. Sie lautete bisher: Störung zu Weihnachten. Offensichtlich wurde der Termin vorverlegt. Auf jeden Fall bleibt die Geschichte spannend!
Update: Rückruf der Telekom
Anscheinend gab es eine größere Störung seitens der Telekom. Dann kann ich den Tausch-Router – sobald er ankommt – OVP zurückschicken.

Das Problem
Fast genau ein Jahr ist der letzte 10-tägige VDSL-Ausfall nun her. Am Montag (29.11.10) ging dieses mal nichts mehr. Der Router (Speedport W 722 V) wurde nicht mehr synchron. Woran es genau lag, konnte der Telekomtechniker wieder nur raten. Das obligatorische kalt-Neustarten des Routers brachte natürlich nichts.
Die Problemlösung
Meine 1. Vermutung erwies sich nun korrekt: Der Fehler liegt im Router. Ich habe deshalb gleich am Montag die Zusendung eines neuen Routers gefordert. Am Dienstag wurde der Router dann auch zur Versendung vorgesehen und kam heute Abend (Freitag) an.
Die Übergangslösung
Zwischenzeitlich haben wir uns wieder mit ISDN und einer WLAN-Brücke zu unserem Nachbarn beholfen. Die WLAN-Brücke erwies sich allerdings als recht anfällig, da das dafür verwendete Windows-XP des Öfteren in Zustände größter Verwirrung geriet (IP-Adressenkonflikt bei komplett statisch konfigurierten IP-Adressen). Dies hatte wiederholtes Neustarten und Fluchen zur Folge.
Die Resultate
Mit dem neuen Router funktionierte die Einwahl sofort problemlos.
Aus unserem VDSL-25 (25 MBit down / 5 MBit up) wurde ein VDSL-50 (50 MBit down / 10 MBit up), wobei sich noch herausstellen muss, wie viel der 50 MBit tatsächlich durch den Router passen. Anscheinend geschieht diese Umstellung (die ich nicht beauftragt habe) ohne Mehrkosten. (Das glaube ich erst, wenn ich die übernächste Rechnung in Händen halte!)
Danksagung
Dank geht an unseren freundlichen Nachbarn, dessen WLAN wir diese Woche mitbenützen durften.
Dank geht auch an den bemühten Telekomtechniker, der tatsächlich zurückgerufen hat, und dem die ganzen Probleme recht Leid taten. Natürlich kann er persönlich nichts dafür. Ich habe mich trotzdem wieder ordentlich über die Telekom aufgeregt.
Offene Fragen
- Wann kommt die nächste Störung?
- Welche Bereitstellungs- / Bearbeitungs- und sonstige Gebühren erwarten uns auf der nächsten Telekom Rechnung?
- Resultierte das Problem aus einem Hardwaredefekt im Router oder daraus, dass auf Telekom-Seite die Verbindungsparameter umgestellt wurden?
Weitere Artikel aus der
Fortsetzungsgeschichte “Spaß mit der Telekom”
Die Wahrscheinlichkeit weiterer Episonden ist recht hoch. Die nächste Folge der Reihe ist statisch gesehen nächstes Jahr zur Weihnachtszeit zu erwarten – Man darf also gespannt bleiben!

Als ich noch den Speedport W 700V verwendete hat kein Windows (XP und Vista) die Netzlaufwerke beim Start richtig verbunden.
Nachdem ich den Speedport W 700V durch den neuen Speedport W 722V ersetzt habe ist mir aufgefallen, dass jetzt wieder alle Netzlaufwerke beim Start von Windows verbunden sind.
Der W 722V läuft auch wesentlich stabiler als der W 700V – der Wechsel lohnt sich.

Entgegen aller Erwartungen wurde der neue Speedport 722V bereits am 13.11.09 (einen Tag nach Bestellung!) geliefert. Tatsächlich betrug die Lieferzeit sogar unter 24 Stunden. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass es mit dem neuen Router keine Probleme gibt.
Dann kann auch die Wlan-Brücke zu unseren Nachbarn wieder abgebaut werden, die diese freundlicherweise erlaubt haben. Ein großes Dankeschön dafür schon mal von mir!

Neulich kam mir eine neue Theorie zum Speedport W 700V zu Ohren: Der Besuch von Open Street Map lässt den DNS Server des Speedport W 700V abstürzen. So abstrus es klingt, scheint dies wohl in einigen Fällen der Wahrheit zu entsprechen. Die (vielen) Anfragen für die kleinen Bilder aus denen die Karte zusammengesetzt ist, bringt den Speedport nachhaltig durcheinender, so dass selbst Google nicht mehr aufgelöst werden kann und sogar der direkte Zugriff auf IP-Adressen scheitert.
Eine Frage bleibt im Raum stehen: Warum liefert die Telekom bei einem VDSL-Anschluss solche Hardware mit?

Der Speedport W 700V wird mit einem neuen VDSL Anschluss der Telekom ausgeliefert. Theoretisch ist der Funktionsumfang recht ordentlich: sogar automatische Aktualisierung der dyndns IP-Adresse steht als Feature zur Verfügung. Leider funktioniert dieses nur mangelhaft: Die IP-Adresse wird in einigen Fällen auch nach langer Zeit nicht bei dyndns aktualisiert, so dass die dyndns Domain über lange Zeit auf die alte IP Adresse aufgelöst wird und etwaige Dienste nicht mehr erreichbar sind. (Mögliche Lösung siehe Update 2)
Sofern man einen Debian Server betreibt kann man das Problem allerdings leicht mit ddclient umgehen. Mit der interaktiven Konfiguration während der Installation können alle wichtigen Daten für den 1. dyndns Account eingestellt werden.
Falls das Config-File unter /etc/ddclient.conf noch manuell angepasst werden muss steht unter /usr/share/doc/ddclient/examples/sample-etc_ddclient.conf eine Beispielkonfiguration zur Verfügung. ddclient wird wie gewohnt mit apt-get installiert:
1
| apt-get install ddclient |
Update:
Von einem Bekannten habe ich erfahren, dass das Problem auch bei ihm auftritt, selbst mit einer anderen Firmwareversion…
Update 2.4.2009 22:00:
Ich habe soeben mit dem Support der Telekom gesprochen. Nach 2 Weiterleitungen hatte ich einen durchaus kompetenten Berater am Telefon.
Sein Tipp war: Bei dyndns Create wildcard alias for “*.host.domain.tld” zu aktivieren. Er konnte allerdings nicht garantieren, dass dies hilft. Außerdem solle ich das Problem beobachten. Falls es innerhalb einer Woche immer noch auftritt solle ich mich erneut melden.
Aus den Statistiken sehe ich, dass dieses Thema zur Zeit sehr gefragt ist: Lieber Besucher, bitte hinterlasse einen Kommentar seit wann das Problem auftritt!
