Verdi Streik in Stuttgart: Jetzt ist Laufen angesagt
Verdi bestreikt in Stuttgart die Werkstätten der SSB vom heutigen Dienstag bis Freitag. Bis Freitag einschließlich sollen weder Busse noch Bahnen der SSB in Stuttgart fahren.
Dieser viertägige Streik trifft viele Berufspendler und Schüler hart: Die Bürgersteige sind voll von Leuten, die zur Arbeit oder zur Schule laufen müssen.
Laut SSB ist die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und die Sicherheit der Fahrgäste nicht gewährleistet.
Dies finde ich etwas seltsam. Sind alle Fahrzeuge so anfällig, dass sie sofort gefährlich sind, wenn sie vier Tage lang nicht gewertet werden? Dann müssten ja alle Straßenbahnen und Busse ständig in der Werkstatt sein. Wenn nur 10% – 20% aller Fahrten ausfallen würden könnte ich dieses Argument nachvollziehen. Aber warum sind gleich alle Fahrzeuge unsicher, nur weil die Werkstatt ein paar Tage geschlossen ist?
Die Einnahmeausfälle durch diesen Streik dürften eher gering ausfallen, da die meisten Fahrgäste sowieso Monatsfahrkarten gekauft haben. Effektiv haben sie also bereits für Leistungen bezahlt, die jetzt nicht erbracht werden.
So wie das Ganze für mich aussieht wollen die Arbeitgeber mit der Einstellung des Betriebs schlechte Stimmung gegen den Streik machen. Verdi behauptet, dass die Forderungen nicht auf dem Rücken der Fahrgäste durchgesetzt werden sollen aber genau dies bewirkt diese Aktion jetzt.